| The Show must go on
Analyse | |
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Für Verena geschriebene Gedichte |
Der Pianist, Musikproduzent und Musikdenker Christoph Keller, Verena Hadorns BWV1050-Pianist, auf die Frage des Webmasters, warum ihm dieses Stück so gut gefällt: "Meine Analyse von "The show must go on" ergibt, dass dieser Song an das barocke Passacaglia-Prinzip anknüpft, bei dem über einem gleichbleibenden harmonischen Gerüst sich die Melodie sich in jeweils verschiedener Weise entfaltet. Bemerkenswert ist, dass die beiden Schichten des harmonischen Gerüsts, nämlich Bassbewegung und Akkordfüllung sich sozusagen in umgekehrter Weise passacaglia-ähnlich zueinander verhalten, indem nämlich die melodische Kontur der Akkordfüllung sich in zwei- bzw. eintaktigen Modellen wiederholt, während der Bass eine über acht Takte gezogene Linie beschreibt: hier stehen sich also bewegter Bass und repetitive Mittellinie gegenüber. Die grösste Variabilität herrscht also in der Oberstimme, die im Verlauf des Stücks zudem kontrapunktische Erweiterungen erfährt, die grösste Stabilität dagegen ist in der akkordischen Mittelstimme, während der Bass in dieser Hinsicht eine Mittelstellung einnimmt. Ich führe die Wirkung, die dieser Song hat, zu einem guten Teil auf dieses raffinierte Zusammenwirken von Stabilität und Variabilität zurück, ferner auf die vielen Vorhaltsbildungen sowie die verwendete Molltonart (dieses Mittel wusste schon Eisler in seinen Kampfliedern mit Erfolg zu nutzen, da Moll viel weniger abgegriffen und "drohender" als Dur ist)." |
| Letzte Aenderung dieser Seiten: 14. Juli 2006. |